Was sollen meine Kinder später über mich sagen? Mein Weg zur Selbstentfaltung

    + Wie du für dich selbst Mitgefühl entwickeln kannst und ein glücklicheres Leben lebst.

    Fair Coach Melanie Buchmann begleitet Mütter und Väter auf ihrem individuellen Weg in ein entspanntes Elternsein und hilft ihnen dabei sich besser kennenzulernen. Niemand ist perfekt und fehlerfrei. Auch Melanie musste den Weg zu mehr Selbstliebe und Selbstmitgefühl gehen. In ihrer Geschichte erzählt uns der Fair Coach, wie es ihr gelungen ist, sich selbst mehr wertzuschätzen und einen liebevolleren Umgang mit sich zu finden, welche Auslöser es für ihren Lebenswandel gab und was sich für sie seitdem auch im Umgang mit ihren Kindern verändert hat.

    Text von: Melanie Buchmann

    Kennst du vielleicht auch Sätze wie:
    Warum sollte es mir besser gehen als anderen?
    Jetzt muss ich aber schnell machen.
    Natürlich macht mir das keine Freude. Wem sollte das schon gefallen? Da muss man halt durch.
    Ich weiß, ich kann es noch besser machen. Aber das ist echt harte Arbeit.

    Diese monotone Wiederholungen, einem Roboter ähnlich, waren zu einem täglichen Mantra geworden. Auf diese Weise sprach ich vor rund 10 Jahren mit mir selbst und peitschte mich durchs Leben. Damals war mir gar nicht bewusst, mit welcher Härte und welchem Druck ich mir eigentlich selber begegnete. Meine Mantren trieben mich wie automatisiert innerlich an. Hätte mich zu dieser Zeit jemand gefragt, ob ich mit meinem Leben zufrieden bin, wäre die Antwort JA gewesen. Für mich fühlte sich das alles Normal an und nie wäre ich auf die Idee gekommen mein Leben nach Sinnhaftigkeit oder Freude zu hinterfragen.

    Damals war mir gar nicht bewusst, mit welcher Härte und Druck ich mir eigentlich selber begegnete.

    Um die Ruhe und Harmonie zu bewahren, habe ich fast alles über mich ergehen lassen. Meine persönlichen Grenzen hatte ich nie definiert, obwohl die vielen Grenzüberschreitungen mich sehr leiden ließen. Ja zu sagen und Nein zu meinen, dieses Verhaltensmuster war mein stetiger Begleiter geworden und die persönliche Qual, die mit diesen Entscheidungen einhergingen, weil ich meinen eigenen Wert nicht sehen und vor allem nicht zugestehen konnte, waren zu einem normalen Gefühl in meinem Alltag geworden.

    Meine persönlichen Grenzen hatte ich nie definiert.

    Ich war der festen Überzeugung, dass es allen so ergeht. Brav alle Pflichten erfüllen, nicht negativ auffallen und am Wochenende mal ein Gläschen zu viel, bei dem ich leider oft die Grenze zwischen “Spaß” und “Jetzt wird es unangenehm” verpasste.

    Ich war so beschäftigt, alles richtig zu machen, dass ich es verlernt hatte, mir Zeit für mich zu nehmen. Als die härteste Richterin über mich selbst, die mich verurteilte mit all den negativen Gedanken, hatte ich verpasst auf mein eigenes Wohlbefinden und die Liebe zu mir selbst zu achten. Schlimmer noch, ich habe diese Gefühle bis dato nicht gekannt und mich nie danach gefragt.

    Mein Leben veränderte sich mit der Geburt meiner ersten Tochter und ich denke, jedes Elternteil kennt das. Diese Veränderung beschränkte sich jedoch nicht nur auf die neuen Umstände im Außen, sondern zeigte sich auch immer mehr in meinem Inneren.

     

    Mit der Geburt meiner Tochter veränderte sich mein Leben

    Ich wollte vorbereitet sein auf die plötzliche Verantwortung für dieses kleine, wundervolle und gleichzeitig hilflose Wesen. Ich kaufte Bücher über Bücher und eignete mir Wissen an, um zu erfahren, wie das geht, mit einer liebevollen Beziehung zu seinem Kind.

    Neben der Faszination von all diesen Informationen veränderte sich gleichzeitig noch viel mehr in mir und es kamen immer mehr Fragen auf, die ich mir selber beantworten musste. Was ist mir wirklich wichtig? Was ist der Sinn in meinem Leben? Wie will ich als Mutter sein? Was sollen meine Kinder später über mich erzählen?

    Diese Fragen beantwortete ich zunächst im Stillen und für mich allein und mein Umfeld bekam davon nur wenig mit. Als es anfing, in verschiedensten Situationen immer unangenehmer zu werden, weil ich mich zwischen meinem neuen Inneren und meinem alten Äußeren verbiegen musste, merkte ich schnell, dass das auf Dauer purer Stress werden würde.

    Mit der Geburt meines zweiten Kindes wurde mir dann endgültig klar, dass es kein Zurück mehr für mich gab. Ich wollte die Forscherin meines Lebens sein und Antworten auf all meine Fragen finden, die mein Umfeld scheinbar gar nicht beschäftigten. Ich sehnte mich so sehr nach mehr Lebensfreude, mehr Lebendigkeit und mehr Liebe, dass meine Veränderungen auch im Außen langsam immer sichtbarer wurden. 

    Mit der Geburt meines zweiten Kindes wurde mir klar, dass es kein Zurück mehr für mich gab: Ich wollte die Forscherin meines Lebens sein.

    Ich entschied mich für eine Ausbildung als psychologische Beraterin. ein großer Meilenstein auf meinem Weg. Niemals hätte ich geahnt, was noch alles auf mich warten würde und ich bin so dankbar, dass ich dadurch die Reise zu mir selbst so intensivieren konnte.

     

    In kleinen Schritten lernte ich mich selbst näher kennen.

    In kleinen Schritten lernte ich mich selbst näher kennen, den Zusammenhang zwischen den Ergebnissen in meinem Leben und meiner Art zu denken und zu verstehen. Daraus entstanden so viele neue Bewertungen. Über mich, mein Leben, und das Leben im Allgemeinen. Immer wenn etwas Neues aus dem alten, stickigen Nebel auftaucht, fühle ich Verwunderung, Erleichterung und auch Freude. 

    Selbstmitgefühl ist mein wertvoller Begleiter, denn wenn ich mir selbst erlaube unvollkommen zu sein, kann ich mich selbst liebevoll durch alle Phasen des Lebens begleiten. 

    Der Druck durch das Leistungsdenken und die scheinbaren Bedingungen, die an meiner Liebenswürdigkeit hängen, dürfen weicher werden und immer mehr in den Hintergrund rücken.

     

    Wie sich mein innerer Monolog veränderte.

    Heute führe ich mir meine Gedanken immer wieder ins Bewusstsein, denn ich habe erfahren, welchen Einfluss sie auf meine Lebensqualität haben. Ich darf mir selbst vertrauen und es wird sich für mich in meinem Tempo entwickeln. Heute weiß ich, dass ich auch in stürmischen Zeiten bestehe.

    Es gibt keinen Grund, an mir selbst zu zweifeln, und ich habe das Recht glücklich zu sein. Ich bin wertvoll, weil ich bin.

    Durch mein gewachsenes Selbstmitgefühl hat sich mein innerer Monolog sehr verändert. Die harten und resignierten Worte von damals sind gewichen und haben Platz für mehr Selbstliebe geschaffen. Die Zusammensetzung von ganz vielen kleinen Steinen haben zu einer neuen Bewertung über mich selbst und mein Leben geführt. Ich kann jetzt verstehen, dass mein Wert nicht abhängig von Bedingungen ist, und mir wurde außerdem klar: Ich bin dann am angenehmsten und hilfreichsten für Menschen und für diese Welt, wenn ich Freude ausstrahle und in meiner Kraft bin.

    Dafür muss ich als Erstes dafür sorgen, dass ich auch wahrhaftig Freude und Kraft in meinem Leben empfinde. Mein Selbstmitgefühl hilft mir dabei, nicht im Frust, in der Angst oder im Stress stecken zu bleiben, sondern liebevoll mit mir zu sein, wenn Dinge gerade nicht so gut laufen.  

    Es erinnert mich als meinen Wert als Mensch. Das Mitgefühl mit mir selbst, hat mein Leben leichter und freudvoller werden lassen. Die antrainierten inneren Druckmacher aus der Vergangenheit wurden weicher, und das hat auch Auswirkungen im Familienalltag.

    Das Beste, was ich tun kann, ist mir selbst immer wieder eine liebevolle Mutter zu sein. Dann habe ich genug Kraft, um meinen Kindern mit viel Liebe zu begegnen

    Denn genau das war mein größter Wunsch seit der Geburt meiner ersten Tochter.

     

    Selbstmitgefühl ist mein neues Essential für den Alltag 

    Pausen machen, bewusste Körperpflege und Ernährung, Vergebung und auch Psychohygiene sind nur einige Beispiele aus dem Alltag. Während es mich früher aus der Fassung gebracht hat, die To-do Liste auf der Arbeit nicht abarbeiten zu können, atme ich heute einmal tief durch und mache eine Pause, in der ich mir in Erinnerung rufe, was ich schon alles geschafft habeDas die fehlenden Haken überhaupt keinen Anhaltspunkt über meinen Wert darstellen. Wenn ich mich dabei erwische in alte Muster zu verfallen, muss ich heute manchmal herzhaft lachen und hänge noch Pausenzeit dran, denn diese bringen mir die nötige Frische und Energie, heben meine Stimmung und meine Geduld. Und am Ende der Arbeit habe ich meist sogar mehr geschafft also ohne Pause. 

     

    Mein Selbstmitgefühl ist auch für meine Kinder ein Geschenk.

    Dieses Gefühl der Selbstliebe und des Selbstmitgefühls möchte ich auch in meiner Arbeit als Begleiterin für Eltern in ihrem eigenen Wachstumsprozess weitergeben.

    Eltern können nicht fehlerfrei sein, alles perfekt machen, ganz egal wie sehr sie sich auch anstrengen. Im Gegenteil. Diese Anstrengungen sorgen für innerlichen Druck, der auch schnell im Außen und besonders in der Familie zu spüren ist.

    Das Selbstmitgefühl kennenzulernen und sich selbst liebevoll zu begegnen, wenn es mal wieder ein stressiger Tag war, heilt den Erwartungsdruck und mindert die Kämpfe unter den Familienmitgliedern. Auch für die Kinder ist es ein Geschenk, denn sie erleben und erfahren direkt von ihren Eltern, wie Selbstmitgefühl für innere Ausgeglichenheit und Frieden im Miteinander sorgt. 

    Selbstmitgefühl beginnt im Innen und hat die Kraft dich selbst, deine Familie, die Gesellschaft und letztendlich die ganze Welt in Liebe zu revolutionieren.

    Wenn wir uns alle mit Selbstmitgefühl begegnen würden, dann hätten wir glaube ich Frieden. Was für eine wunderschöne Vorstellung. Was für eine tolle Vision.

    Über Melanie Buchmann

    Fair Coach & Coach für Eltern

     

    Wer bist du, Melanie?

    Ich bin Coach für Eltern und begleite Mütter und Väter auf ihrem individuellen Weg in eine entspanntes ElternSEIN. Ich helfe Eltern sich selbst besser in ihren Reaktionen und Handlungen zu verstehen, damit sie mehr Ruhe, Gelassenheit und Frieden im Familienalltag genießen können.

    Erinnerst du dich an einen Moment, der dich und dein Leben positiv verändert hat?

    Nach der Geburt meiner 2. Tochter wusste ich, dass gleichzeitig mein Leben von Grund auf erneuert werden darf. Seitdem habe ich mein Berufsleben auf meine Familie abgestimmt und beschäftige mich sowohl beruflich als auch privat mit meinen Herzensthemen: Psychologie, Elternschaft, bodenständige Spiritualität und Nachhaltigkeit.

     

    Mehr über Melanie erfährst du auf Social Media:

    Melanies Angebot bei Fair Coachings – rabattiert für Menschen mit geringem Einkommen:

    Einzelcoaching für dich und dein erfülltes Mutter- oder Vatersein (zum Fair Coachings Preis von 59 € statt 105 €)

     

    Mehr über Melanie erfährst du auf Social Media:

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