Liebe deine Menstruation – geht das wirklich? Die Jahreszeiten deines weiblichen Zyklus – Teil 1

    Wie du deinen Zyklus besser kennenlernst - Artikel von Fair Coach Anne Lippold

    Mitten in der Pubertät fängt es an und holt dich dann für die Hälfte deines Lebens monatlich ein: deine Menstruation, Periode, Erdbeerwoche oder wie auch immer du sie nennen magst. Als Teenie war es dir vor allem peinlich: „Wissen andere, dass ich gerade meine Tage habe?“, „Wie frage ich in der Schule andere am unauffälligsten nach einem Tampon?“ Als Erwachsene findest du sie nervig: Sie macht das eh schon stressige Leben noch schwerer und kommt immer zum falschen Zeitpunkt. Kommen dir diese Gedanken bekannt vor? Dann lies diesen Artikel! Und am Ende wirst du einen anderen Blickwinkel auf deine Blutung haben – versprochen!

    Warum du negative Gefühle zu deiner Menstruation hast

    Je nachdem, wie deine Mutter, deine Familie und dein restliches Umfeld mit dem Thema umgegangen sind, wirst du ganz unterschiedliche Gefühle bei deiner Menstruation haben.

    Alles Beginnt mit deinem ersten Mal. Du bekommst zum ersten Mal deine Blutung und fühlst – ja, was eigentlich? Je nachdem, wie deine Mutter, deine Familie und dein restliches Umfeld mit dem Thema umgegangen sind, wirst du ganz unterschiedliche Gefühle dabei haben und für den Rest deines Menstruationslebens immer wieder fühlen. Von Tabu, Scham, Ekel bis hin zu Stolz, Würde und Freude ist alles möglich. In unserer christlich und konservativ geprägten Gesellschaft wurde bis vor kurzem kaum über unserer körperlichen Prozesse gesprochen. Die Aufklärung im Biologie-Unterricht schenkt dem weiblichen Zyklus ganze 20 Minuten und in der Werbung werden alle Hygieneprodukte mit blauem Wasser getestet – der Farbe für Reinheit. Kein Wunder, dass Mädchen nicht verstehen, was in ihrem Körper passiert, sich kaum trauen, Fragen zu stellen und sich schmutzig fühlen. Sie entwickeln Scham und Abneigung ihrem Körper gegenüber und kämpfen bis ins hohe Alter mit Selbstzweifel und fehlendem Körpergefühl.

    Der weibliche Zyklus ist mehr als nur PMS und Blutung

    „Einen idealen Zyklus von 28 Tagen gibt es nicht, sondern wurde von den Herstellern der Anti-Baby-Pille erfunden.“

    Viele Frauen denken bei dem weiblichen Zyklus lediglich an die Tage mit PMS und ihrer Menstruation. Dabei besteht er auch aus allen anderen Tagen dazwischen und beeinflusst auch an diesen dein Denken, deine Gefühle und deine Kräfte. Jeden Tag hast du einen anderen Hormonhaushalt. Die Hormone Östrogen und Progesteron wechseln dabei innerhalb eines Zyklus zwei Mal ihr Verhältnis: Zum Eisprung und zu Menstruation.

    Übrigens: Einen idealen Zyklus von 28 Tagen gibt es nicht, sondern wurde von den Herstellern der Anti-Baby-Pille erfunden. Jede Zykluslänge von 21-37 Tagen ist völlig normal. Auch darf dein Zyklus jedes Mal eine andere Länge haben. Das zeigt nur, dass dein Körper auf deine Lebensumstände und deinen Gesundheitszustand reagiert.

    Die Kräfte deines Menstruationszyklus

    „In jedem Zyklus durchlebst du 4 Jahreszeiten und hast auch die jeweiligen Gefühle, Bedürfnisse und Kräfte.“

    Stelle dir deinen weiblichen Zyklus einmal als ein Jahr im Schnelldurchlauf vor. In jedem Zyklus durchlebst du alle 4 Jahreszeiten und hast die jeweiligen Gefühle, Bedürfnisse und Kräfte.

    Die Menstruation ist dein innerer Winter.
    Du frierst leicht, dir ist nach Zuhause-sein, Einkuscheln in Decken, Tee und Wärme. Wie im richtigen Winter bist du eher introvertiert, hast nicht so viel Kraft, wie an anderen Tagen und es fällt dir schwerer, dich für Dinge in der Außenwelt zu begeistern und zu motivieren. Das ist völlig normal, denn dein Körper steckt gerade alle Energie in die Reinigung deiner Gebärmutter und das ist ein körperlicher Kraftakt, wie du durch gelegentliche Krämpfe zu spüren bekommst. Starke Regelschmerzen und Blutungen sind oft ein Zeichen von Überanstrengung in dieser Phase. Gönne dir deswegen so viel Ruhe wie möglich! „Ich bin doch nicht krank, sondern habe nur meine Tage!“ denkst du? Dann stell dir deine Menstruation doch mal als eine Minigeburt vor, denn die Mechanismen in deinem Körper sind die gleichen. Und einer Frau wird nach der Geburt bis zu 6 Wochen Ruhe empfohlen – auch Wochenbett genannt.

    Nach der Periode kommt dein innerer Frühling.
    Du blühst wieder auf und kommst gerne aus deinem Kokon. Deine Kräfte und Stimmung heben sich und du kannst dich wieder auf andere und ihre Bedürfnisse konzentrieren. In dieser Zeit sprühst vor Elan, Ideen und Kreativität. Außerdem steigt deine Libido langsam an.

    Die Zeit um den Eisprung ist dein innerer Sommer.
    Zu keiner anderen Zeit in deinem Zyklus hast du so viel Progesteron, Östrogen, LH und FSH in deinem Körper, wie jetzt. Das gibt Energie! Du fühlst dich super sexy und wohl in deiner Haut. Du packst Dinge mit Leichtigkeit an, bist Superwoman und Alleinunterhalter in einem. Gleichzeitig prallt jede Kritik von dir ab. Einfach unschlagbar!

    Nach dem Eisprung bis zur Blutung kommt dein innerer Herbst.
    Der Höhepunkt deiner Libido und deiner Energie sind vorbei. Dein Körper bereitet sich auf den nächsten Winter vor und deswegen fühlst auch du dich nicht mehr so motiviert, neues zu beginnen. Dein Kritiker kommt jetzt raus und lässt es sowohl dich als auch deine Umwelt spüren, wenn deine Bedürfnisse nicht befriedigt und deine Grenzen nicht eingehalten werden. Auch deine Schutzmauern vor der Kritik anderer fallen langsam in sich zusammen. Du wirst empfindsamer und verletzlicher.

    Mit Einsetzten der Menstruation beginnt dein nächster Zyklus und innerer Winter. Damit schließt sich der Kreis.

     

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    Anne sagt über sich:

    Ich bin Akademikerin, Unternehmerin, Gründerin, Sportlerin, Mutter und leidenschaftliche Frau. Und ich helfe dir dabei, die Frau zu werden, die du am meisten liebst! Als Psychologische Beraterin für Frauen, Zyklus Coach und Fruchtbarkeitscoach zeige ich dir, wie du mit kleinen Veränderungen in deinem Mindset, deiner Ernährung und durch Achtsamkeit deine “Frauenprobleme” in den Griff bekommst und noch mehr in deine weibliche Kraft kommst.

    Anne, erzähle uns von einem Moment, der dich und dein Leben positiv verändert hat:

    Ich habe mich selbst jahrelang mit Menstruationsbeschwerden gequält und geglaubt, dass wir Frauen da eben durch müssen. Vor allem im Studium und später im Job war das oft eine Herausforderung für mich. Während einer Weiterbildung lernte ich eine unheimlich starke Frau mit tollem Charisma kennen und fragte sie nach ihrem Geheimnis. Ihre Antwort: Sie habe einen Menstruations Coach. Bitte was? dachte ich mir, aber der Gedanke lies mich nicht mehr los. Als nach der Geburt meines Sohnes meine Periode wieder mit all ihren negativen Begleiterscheinungen einsetzte, beschloss ich: So kann es nicht weiter gehen – und bildete mich fort. Inzwischen sind alle Stimmungsschwankungen und Schmerzen weg und ich genieße jeden einzelnen Tag meines Zyklus.

    Anne in 3 Worten:

    wertschätzend – humorvoll – ehrlich

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