Mit achtsamer Ernährung kraftvoll für den Winter auftanken (inkl. Umsetzungstipps)

    von Fair Coach Isabel Ernst
    mit achtsamer Ernährung zu mehr Wohlbefinden
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    Spürst du ihn schon, den Herbstblues? Wenn’s draußen kühler wird und der Morgennebel hartnäckig in den Tälern hängt, geht es vielen von uns so: Wir sind müde, unmotiviert und fühlen uns energielos. Am liebsten würden wir den ganzen Tag im Bett verbringen und uns einfach nur einkuscheln.

    Denkbar unpraktisch nur, wenn der Alltag uns dann doch fordert. Und mit dem fortschreitenden Jahr sind die Aussichten erst mal nicht erholsamer. Der Winter kommt mit Regen, Kälte und ungemütlichem Wetter und schürt in uns den Wunsch nach unserem Sofa, einer heißen Tasse Tee und einem gemütlichen Ofenfeuer. Und dann ist da noch der Advent und Weihnachten – eine intensive, aber auch stressige und anstrengende Zeit.

    Keine Chance also, in den nächsten Wochen in den Winterschlaf abzutauchen. Was wir jetzt brauchen, ist eine kraftvolle Alternative, die uns Energie spendet, uns von innen wärmt und uns kraftvoll auf die nächsten Wochen vorbereitet.

    Diese Alternative kann deine Ernährung sein: wärmend, erdend, genussvoll und vor allem achtsam bringt sie dich in frische Energie und fördert dein Wohlbefinden ganzheitlich auf allen Ebenen: physisch, mental und emotional. Eine achtsame Art der Ernährung, die sowohl deinen Körper mit Energie und Nährstoffen versorgt, deinem Geist Ruhe und Entspannung bringt und deine Seele mit Freude und Genuss erfüllt, ermöglicht es dir, deinen Herbst und Winter voller Kraft und Gelassenheit zu erleben und zu genießen.

    Aber was ist “achtsame Ernährung” oder auch “Mindful Eating” überhaupt?

    Eine achtsame Ernährung verbindet Körper, Geist und Seele zu einem Ganzen und zieht alle Bereiche gleichermaßen in Betracht. So werden alle Teile deines Seins gleichmäßig genährt, gestärkt und versorgt, ohne dass du dich verbiegen, verändern oder dich Verboten beugen musst. Eine achtsame Ernährung ist frei von Verboten und Anforderungen von außen, frei von Konventionen und prägenden Ernährungserfahrungen und dafür erfüllt von Achtsamkeit, Wohlbefinden, Ausgleich und Intensität.

    Eine achtsame Ernährung geht in ihrer Umsetzung weit über das bloße achtsame Essen hinaus und es ist viel mehr als nur der physische Nährstoff, der uns Energie bringt und den wir hier in unserer Ernährung beachten dürfen. Es ist wichtig, die Ganzheitlichkeit zu sehen und zu leben.

    In der Umsetzung ist die achtsame Ernährung so simpel wie effektiv:

    Indem du dich frei machst von Glaubenssätzen, Ernährungsprägungen und bisher befolgten Konventionen, erlebst du neue, freiwerdende Energie in deinem Geist und deiner Seele. Du kommst wieder ins Genießen und triffst achtsam die richtigen Entscheidungen für deinen Körper, deinen Geist und deine Seele.

    Im Alltag bedeutet das, dass du Lebensmittel und Mahlzeiten auswählst, die dir gut tun und für dich gesund sind. Du entwickelst für dich stärkende Haltungen und Handlungen, die deinen Geist befreien und Stress abbauen. Du priorisierst das Wohlbefinden deiner Seele und das Thema “Genießen” bekommt einen ganz neuen Stellenwert, weil es nämlich keine Ausnahme mehr sein soll, kein “Ich gönne mir heute mal…”, sondern das Ziel einer jeden Minute eines jeden Tages.

    Du kannst dir also eine achtsame Art der Ernährung zum Beispiel so vorstellen: ‘
    Du beginnst deinen Tag morgens mit einer Morgenroutine, die deinen Körper aufweckt (z.B. mit einer Wechseldusche), deinen Geist auf Fülle ausrichtet (z.B. mit einer Dankbarkeitsmeditation) und deine Seele mit einem Genussmoment erfreut (z.B. mit einer aromatischen Tasse Kaffee oder Tee).

    Du gestaltest deinen Tag mit Priorität auf dem, was dir gut tut und was dich stärkt: eine Arbeit, die du liebst, mit Menschen, die dich inspirieren und einem Alltag, der dich nicht stresst, sondern trägt und mit Energie auflädt, z.B. weil du regelmäßige Zeiten für dich und die Menschen und Dinge hast, die dir wichtig sind. Das können z.B. Offline Zeiten in der Natur sein, Zeiten für dein Hobby oder deine Familie.

    Den Abend nutzt du, um bei dir anzukommen und zu entspannen. Du verarbeitest die Erlebnisse deines Tages in einer Reflexion oder einem Journal, du entspannst mit einer Runde Yoga oder einer warmen Dusche und genießt den Tagesausklang mit einem feinen Abendessen und vielleicht guter Gesellschaft.

    Wenn du deine Ernährung nun achtsam gestaltest, ist es nicht wichtig, wie lange diese Einheiten jeweils sind. Das bestimmst du ganz individuell selbst. Dein Wohlbefinden gibt die Intensität und die Dauer vor und das kann natürlich variieren, wie du es gerade brauchst. Frei nach dem Grundsatz “Gelebt wird, was gut tut” wählst du Lebensmittel, Dinge, Handlungen und Menschen für deine Ernährung, deinen Alltag und dein ganzes Leben aus.

    MindfulEating Isabell Ernst

    Ich habe dir heute 7 Tipps mitgebracht, mit denen du direkt in die Umsetzung kommen und in eine neue achtsame Art deiner Ernährung starten kannst. Diesen Tipps zugrunde liegt immer der Gedanke der Ganzheitlichkeit, also die Betrachtung von Körper, Geist und Seele als Einheit. Wähle dir aus der Liste einfach das aus, was dich am meisten anspricht und probiere aus, was dir am meisten Energie gibt.

    1. Beginne deinen Tag mit frischer Luft:

    Ein kurzes “Luftbad” am kühlen Morgen bringt Energie und macht wach, besonders jetzt in der feucht-kühlen Morgenluft des Herbstes und Winters. Geh für ein paar Minuten nach draußen und atme ein paar Mal tief durch.

    2. Gib deinem Körper gleich am Morgen, was er braucht:

    Ein großes Glas Wasser, am besten mit dem Saft einer halben Zitrone, gibt deinem Körper das Wasser zurück, das er über Nacht verloren hat und lädt ihn mit Vitaminen und Mineralien auf. So bist du morgens nicht nur gleich gut versorgt, sondern durch den sauren Geschmack auch richtig wach.

    3. Richte dich schon morgens auf Energie und Wohlbefinden aus.

    Besonders an grauen Tagen ist es wichtig, morgens schon in deine Wohlfühlenergie zu kommen. Schreibe dir also morgens am besten drei Dinge auf, auf die du dich heute freust und die dich mit Energie erfüllen. Das kann ein tolles Lunch Date mit einer Freundin sein, eine besondere Tasse Kaffee am Morgen oder auch die gemütliche Stunde für dich am Abend.

    4. Nähre und wärme dich!

    Eine Tasse heißen Kaffees oder Tees bringt dich in Balance und erdet dich im Alltag. Genieße die Wärme und die Kraft deines Getränks ganz bewusst und nutze diese kurzen Minuten, um bei dir anzukommen und einen Moment der Kraft daraus zu machen.

    5. Nutze die Farben und Fülle des Herbstes.

    Die Erntezeit bringt uns so viele verschiedene Farben ins Haus und auf den Teller. Schöpfe aus dem Vollen und hol dir die Fülle des regionalen Ernteangebots auf deinen Tisch: Kürbis, Kartoffeln, Rüben und bunte Äpfel geben nicht nur körperliche Kraft, weil sie randvoll mit Nährstoffen sind. Sie bringen auch Ausgleich und Ruhe in dein System. Sie erden dich und helfen zu entspannen. Probier doch mal ein Kürbis-Ofen-Gemüse mit bunten Kartoffeln und frischem Kräuterquark oder ein kerniges Getreideporridge mit gebratenen Äpfeln, Zimt und Nüssen.

    6. Geh mit dem Rhythmus der Natur.

    Die Natur kommt im Herbst zur Ruhe und zieht sich im Winter in eine intensive Phase des Wartens, Ruhens und Auftankens zurück. Tu es ihr gleich und geh mit dem Rhythmus mit. Dein Körper profitiert ebenfalls davon, weil sich der menschliche Biorhythmus ebenfalls den Jahreszeiten angleicht. Schau achtsam auf dich, wie viel “Zur-Ruhe-Kommen” dir gut tut.

    7. Beende deinen Tag in Liebe und Fülle.

    Wenn im Herbst alles grau in grau wird, die Bäume dürr werden und das Grau braun ist, ist es besonders wichtig, dass wir uns der Freude, Liebe und Fülle in unserem Leben widmen. Das gilt natürlich nicht nur in der grauen Jahreszeit, ist aber dann besonders wichtig.

    Tu also jeden Tag mindestens einmal etwas, das dir wirklich echte Freude macht.

    Notiere dir am Abend drei Dinge, über die du heute gefreut hast oder die dich mit der Fülle in dir in Verbindung gebracht haben. Nimm dir bewusst Zeit, dich mit der Reflexion, der Erinnerung an diese Dinge, Menschen oder Handlungen zu verbinden. Spüre der Erinnerung in deinem Herzen nach und genieße noch einmal den Moment der Freude in dir.

    Eine achtsame Art der Ernährung ist vielschichtig und individuell. Sie ist ganzheitlich und bereichert dich sowohl körperlich als auch mental und emotional. Dein Leben ist nicht nur eindimensional, deshalb ist es besonders wichtig, dass du alle Bereiche deines Seins im Blick behältst und sie achtsam nährst, kräftigst und stärkst. Eine achtsame Art der Ernährung kann dir hier eine wertvolle Grundlage für deinen Lifestyle sein.

    Ich hoffe, die sieben Tipps bringen dich in eine kraftvolle Herbstenergie und du erlebst die kalte Jahreszeit voller Freude, Fülle und Liebe! Ich schicke dir alles Liebe und kraftvolle, genüssliche Grüße.

    Take care & be mindful,

    deine Isabel.

    Über Isabell

    achtsame Ernährung mit Isabell Ernst

    Isabel Ernst ist Biologin, diplomierte Ernährungsberaterin, Entspannungstrainerin und Stress-Coach. In ihrer Arbeit, der Mindful Eating Ernährungsberatung, verbindet sie ein innovatives Konzept der Ernährungsberatung mit intensiver Achtsamkeitsarbeit. In ihren Coachings und Kursen finden Frauen wieder zu sich selbst und verbinden sich wieder mit ihrer inneren Balance. So erschaffen sie nicht nur eine ganzheitliche Ernährung, die sie physisch, mental und emotional stärkt, sondern entwickeln auch ein intensives Gespür für sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse. Durch diese Arbeit mit sich selbst, die von Isabel unterstützt, begleitet und bestärkt wird, lösen sich innere Blockaden und Glaubenssätze genauso auf, wie Fragen rund um die eigene optimale Ernährungsweise. Isabel bringt mit ihrem Blog und Podcast frischen Wind auf den Ernährungsmarkt und teilt ihre Inhalte in eBooks, Meditationen und Live Masterclasses.

    Isabel in drei Worten

    einfühlsam, strahlend, liebevoll

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